Diese Arbeiten entstehen in Mischtechnik auf hauchdünnen, stabilisierten Steinplatten aus Marmor und Schiefer. Die von mir 2022 entwickelte Technik verbindet Malerei und Zeichnung unmittelbar mit der natürlichen Beschaffenheit des Steins. Farbe, Linien und Figuren treten dabei in einen direkten Dialog mit Maserung, Brüchen und Einschlüssen des Materials. Der Stein wird nicht nur Bildträger, sondern ein aktiver Bestandteil der Komposition. Seine gewachsene Oberfläche beeinflusst die Bildfindung und lenkt den gestalterischen Prozess. Natürliche Zeichnungen und Strukturen fließen in die malerische Arbeit ein und verschmelzen mit ihr zu einem stimmigen Gesamtbild. Dadurch entstehen Werke, in denen die Grenzen zwischen Material und künstlerischem Eingriff zunehmend verschwimmen. Die Übergänge zwischen Stein, Zeichnung und Malerei wirken fließend und sind teilweise kaum noch wahrnehmbar. So entsteht eine besondere Verbindung von Natur und Gestaltung, bei der die ursprüngliche Materialität des Steins erhalten bleibt und zugleich in eine neue visuelle Form überführt wird.
Stefanie von Quast
Atelier
Reismühle 1
82131 Gauting
bei München