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       „DIE GROSSE MUTTER“

        Chalcedon „Café“ auf Bronze, 2010

        h ca. 56 cm x b ca. 40 cm x t ca. 15 cm, Gewicht 22 kg

    Konzept: Seit Jahrtausenden, in allen Kulturen, quer durch sämtliche Gesellschaftsschichten und unabhängig von Bildung, Status, Politik, Religion oder Konvention gab und gibt es in den meisten intakten größeren Familienverbänden eine Frau, die sich um die Geschicke und Belange der ganzen Familie kümmert, meist nicht nur um die der unmittelbaren Angehörigen, sondern auch um Freunde und Verwandte. Bei ihr laufen alle Fäden zusammen, bei ihr trifft sich die Familie, an sie wendet man sich bei Problemen, sie stiftet Frieden, steht allen mit Rat und Tat zur Seite. Sie ist der gesellschaftliche Mittelpunkt im Mikrokosmos Familie, sie ist die Taktgeberin, ohne sie wäre eine gesellschaftliche Kultur wie wir sie kennen nicht möglich.

    Diese Frau ist „Die Große Mutter“ jeder Familie.

    Sie wird nicht vom Familienverband offiziell dazu gewählt oder gemacht diese Rolle zu übernehmen, sie ist es einfach. Irgendwann, unabhängig von ihrem Alter wird sie dieses „Amt“ ganz selbstverständlich übernehmen, es wird ihr zufallen. Vielleicht ist es ihr oft nicht mal bewusst, welche Rolle sie innerhalb ihrer Familie spielt. Vielleicht muss sie ihre Stärke auch vor den Patriarchen der Familie verbergen und agiert daher eher hintergründig.

    Die Skulptur „Die Große Mutter“ ist all jenen starken Frauen gewidmet, die ihr Leben mit Weitsicht, Weisheit, Diplomatie und viel Geschick in den Dienst ihrer Familie stellen. Sie soll dazu aufrufen, Frauen wie Männer, der „Großen Mutter“ in ihrer Familie mit dem entsprechenden Respekt und der Unterstützung zu begegnen, die sie verdienen und sie mehr zu würdigen. Vielleicht wird beim Betrachten der Skulptur vielen Frauen erst klar, welchen Verdienst sie an ihrer Familie tragen und sie können sich und ihre Arbeit künftig mit mehr Stolz und höherem Selbstwertgefühl betrachten. Vielleicht wird der Betrachterin aber auch erst bewusst, wie viel einer Großen Mutter in ihr steckt und hilft ihr in Zukunft bei der Umsetzung.

    Denn wie gesagt, ohne den intakten Mikrokosmos Familie ist der Makrokosmos Mensch nicht möglich.
© Stefanie von Quast